Wir waren wieder in Italien, gezielt auf den Spuren der Römer. Bei einem Aquädukt entdeckten wir die alte Straße, die Via Latina. Ein Weg, der schon lange vor unserer Zeit genutzt wurde und bis heute erhalten ist.
Ich gehe langsam. Nicht, weil der Weg schwierig wäre, sondern weil ich zuhören will. Jeder Schritt fühlt sich an wie eine Berührung mit etwas Altem. Etwas Geduldigem. Hier liefen Händler mit staubigen Sandalen, Soldaten mit schweren Gedanken, Reisende mit Hoffnung im Gepäck. Vielleicht auch Kinder, die barfuß über die Steine rannten, ohne zu wissen, dass man sich eines Tages an sie erinnern würde. Die Spuren von Kutschen sind immer noch gut sichtbar.
Der Weg war schon da, bevor Rom groß wurde. Bevor Geschichte aufgeschrieben wurde. Menschen nutzten ihn, weil er da war – weil er verband. Orte, Leben, Schicksale. Später kamen die Römer, machten ihn breiter, gerader, effizienter. Aber der Kern blieb derselbe: gehen, ankommen, weiterziehen.
Die Via Latina wurde schon vor der Römerzeit benutzt, u. a. von Etruskern, Volskern, Equern und Hernikern. 338 v. Chr. besiegte Rom die Latinische Liga. Danach begann Rom, die Straße systematisch auszubauen und zu begradigen, um sie militärisch und wirtschaftlich besser nutzen zu können.
Die Straße diente als wichtige Verbindung nach Süden, parallel zur Via Appia – die berühmteste römische Straße („regina viarum“). Ihre Breite ist stellenweise um die 3,8 Meter und ihr Verlauf liegt außerhalb der Servianischen Mauer Roms. In der Gegend sind noch Reste des antiken Trassenverlaufs erhalten, teils sichtbar, teils überbaut.
Neben dem Weg zieht sich ein Aquädukt durch die Landschaft. Stein auf Stein, still und geduldig. Früher trug es Wasser in die Stadt, heute trägt es Erinnerungen.
Wenn man in Rom ist, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Die Via Latina liegt abseits der großen Touristenströme und ist nicht nur historisch interessant, sondern auch ein schöner Ort zum Spazierengehen, Joggen oder Walken. Entlang der alten Straße und des Aquädukts ist es ruhig und grün – ideal, um Rom einmal von einer anderen, entspannteren Seite zu erleben.
Wir verwenden Cookies, um die bestmögliche Funktionalität unserer Webseite zu gewährleisten. Wir gehen davon aus, dass Du damit einverstanden bist, Du kann dich jedoch abmelden, wenn Du dies wünscht.Cookie EinstellungenAkzeptierenAblehnen
Datenschutzerklärung & Cookie-Richtlinie
Privacy Overview
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.
Wir waren wieder in Italien, gezielt auf den Spuren der Römer. Bei einem Aquädukt entdeckten wir die alte Straße, die Via Latina. Ein Weg, der schon lange vor unserer Zeit genutzt wurde und bis heute erhalten ist.
Ich gehe langsam. Nicht, weil der Weg schwierig wäre, sondern weil ich zuhören will. Jeder Schritt fühlt sich an wie eine Berührung mit etwas Altem. Etwas Geduldigem. Hier liefen Händler mit staubigen Sandalen, Soldaten mit schweren Gedanken, Reisende mit Hoffnung im Gepäck. Vielleicht auch Kinder, die barfuß über die Steine rannten, ohne zu wissen, dass man sich eines Tages an sie erinnern würde. Die Spuren von Kutschen sind immer noch gut sichtbar.
Der Weg war schon da, bevor Rom groß wurde. Bevor Geschichte aufgeschrieben wurde. Menschen nutzten ihn, weil er da war – weil er verband. Orte, Leben, Schicksale. Später kamen die Römer, machten ihn breiter, gerader, effizienter. Aber der Kern blieb derselbe: gehen, ankommen, weiterziehen.
Die Via Latina wurde schon vor der Römerzeit benutzt, u. a. von Etruskern, Volskern, Equern und Hernikern.
338 v. Chr. besiegte Rom die Latinische Liga. Danach begann Rom, die Straße systematisch auszubauen und zu begradigen, um sie militärisch und wirtschaftlich besser nutzen zu können.
Die Straße diente als wichtige Verbindung nach Süden, parallel zur Via Appia – die berühmteste römische Straße („regina viarum“).
Ihre Breite ist stellenweise um die 3,8 Meter und ihr Verlauf liegt außerhalb der Servianischen Mauer Roms.
In der Gegend sind noch Reste des antiken Trassenverlaufs erhalten, teils sichtbar, teils überbaut.
Neben dem Weg zieht sich ein Aquädukt durch die Landschaft. Stein auf Stein, still und geduldig. Früher trug es Wasser in die Stadt, heute trägt es Erinnerungen.
Wenn man in Rom ist, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Die Via Latina liegt abseits der großen Touristenströme und ist nicht nur historisch interessant, sondern auch ein schöner Ort zum Spazierengehen, Joggen oder Walken. Entlang der alten Straße und des Aquädukts ist es ruhig und grün – ideal, um Rom einmal von einer anderen, entspannteren Seite zu erleben.